Entwicklung 1949-2011
Die Programme des heutigen Vereins Grenzenlos beginnen 1949 als Versöhnungsinitiative mit der Entsendung eines Jahresaustauschers in die USA. Das gemeinsame Leben und Arbeiten soll die Völker der Welt wieder zusammenbringen.
- In den ersten Jahrzehnten liegt die Verwaltung bei der Evangelischen Jugend und dem Ökumenischen Jugendrat.
- Ab den 50er-Jahren verbreitet sich das Programm über die Welt. 1956 wird die internationale Organisation “International Christian Youth Exchange” (ICYE) gegründet; ICYE Austria ist Gründungsmitglied.
- 1970 konstituiert sich ICYE Austria als eigenständiger, gemeinnütziger Verein. Der “christliche” Aspekt steht immer wieder in Diskussion und weicht in den 70er Jahren einem breiteren, interkulturellen Ansatz.
- 1987 wird ICYE von der UNO als Peace Messenger ausgezeichnet.
- 1993 treten die ersten Fremdengesetze in Kraft. Seither ist es in Österreich sehr schwierig, Freiwillige aus Nicht-EU-Ländern aufzunehmen; ICYE muss ein Schüleraustauschprogramm einführen, um den internationalen Austausch aufrechtzuerhalten.
- 1996 wird neben ICYE auch der Europäische Freiwilligendienst durchgeführt; der Verein gibt sich 1997 den Namen grenzenlos (zuerst Programmbezeichnung, ab 2001 auch offiziell Vereinsname)
- 1998 wird das Programm “Melange” aufgenommen – der Europäische Freiwilligendienst in Wien. Dieses Jugendaustauschprogramm ist sozial ausgerichtet und wird von der Stadt Wien maßgeblich kofinanziert. 1999 startet ein ähnliches Programm in St. Pölten.
- 2001 erfolgt eine programmatische Ausweitung der Grenzenlos-Programme; die bisherige Konzentration auf Langzeit-Jugendaustausch wird jetzt auch mit Kurzzeit-Programmen und Programmen für alle Altersgruppen angereichert. In den folgenden Jahren vervielfacht sich die Zahl der TeilnehmerInnen.
- Seit 2003 ist Grenzenlos in der Workcamp-Bewegung engagiert, wird Mitglied von YAPÖ (Youth Action for Peace Österreich, 2003-09) und kooperiert mit Alliance of European Voluntary Service Organizations.
- Seit 2006 nimmt Grenzenlos europaweit eine führende Rolle in der Bewegung für barrierefreie Teilnahme am Jugendaustausch ein (“All-Inclusive” und andere Kooperationsprojekte).
- 2009 wird die Aufnahme von Inlandsprogrammen konzipiert und beschlossen. Interkultureller Austausch lässt sich nicht auf Mobilitätsprogramme einschränken. Er sollte alltäglich in der unmittelbaren Nachbarschaft stattfinden.
- Die ersten Inlandsprogramme finden 2010 statt: „Zusammen Leben“ (Mentoring für ZuwanderInnen in Wien), „grenzenlos@schools“ (Workshops für Schulklassen über das Fremde), Reisevorbereitungen. 2011 folgen die „grenzenlos-online“-Sprachkurse.